Das Tal zwischen Bern und Thun ist nach einem der längsten und schönsten Schweizer Flüsse benannt, der
Aare. Sie entspringt den Aargletschern im Grimselgebiet, durchströmt Brienzer- und Thunersee und schlängelt sich dann endlich durch das breite Aaretal vorbei an Belpberg und Münsingen – der grössten Ortschaft des Tales – bis nach Bern. Hier vollführt die Aare kunstvolle Schleifen um die mittelalterliche Altstadt und um die
Engehalbinsel, auf der sich heute noch gut erhaltene Überreste eines Amphitheater sowie eines Thermalbades aus der gallorömischen Epoche finden. Während Heimreisende auf dem Flughafen Belpmoos endlich wieder festen Boden unter ihren Füssen haben, verlassen ihn andere beim Besteigen ihres Gummibootes. Die gut dreistündige Flussfahrt von
Thun nach Bern ist ein regionaltypisches Freizeitvergnügen und bei Einheimischen so beliebt wie anderswo der Sonntagsspaziergang. Zugreisende erhaschen einen kurzen Blick auf das bunte Treiben bei der Überquerung der Uttigenbrücke. Je nach Wasser- und Wellenstand stellt sie die einzige prekäre Stelle auf der ansonsten gemütlichen Flussfahrt dar. Wer im Zug von Bern nach
Thun reist, erkennt spätestens bei der Ankunft in
Thun, weshalb die Stadt auch «Tor zum Oberland» heisst.